
Hi, ich bin kezia
Zum Jahresbeginn von 2026 habe ich die Diagnosen Depressionen und Burnout-Symptomatik bekommen. Während ich naiverweise dachte, dass nach den ersten vier Wochen Zuhause alles wieder normal seinen Lauf nehmen wird, musste ich mir im Juni eingestehen, dass nichts mehr so läuft wie es eigentlich sollte – und das macht Angst. Denn nicht nur sind Depressionen eine Krankheit, die Angst macht, sondern auch das, was mit daher kommt: Wie bin ich an diesen Punkt gekommen? Bereitet mir mein Leben in dieser Form noch Freude? Was mag ich eigentlich? Wer bin ich eigentlich?

Ehrlicherweise merkt man, dass etwas nicht stimmt, bevor die Depressionen kommen – ich habe es eigentlich schon 2025 gemerkt, dass mein Leben nicht so ist, wie ich es mir immer vorgestellt hatte, aber es lief alles, wie es sollte und es war gemütlich. Dass es körperlich wurde habe ich erst im November 2025 gespürt, hatte es damals aber auf eine gescheiterte Kennlernphase geschoben, aber es wurde nicht wirklich besser. Neben der Übelkeit kam dann das allzeit bekannte Augenzucken dazu. Zu dem Zeitpunkt haben meine Kollegin und ich uns auch über meinen Dornröschenschlaf am Wochenende mit bis zu 10 Stunden Schlaf lustig gemacht. Wirklich erholt war ich nie. Und lustig war an dem ganzen eigentlich auch nichts, denn es waren die ersten Signale, die ich ignoriert hatte, obwohl ich sie hätte ernst nehmen sollen.
Das erste Mal krankgeschrieben war ich von Januar bis Ende Februar & ich bin davon ausgegangen, dass ich im März wieder regulär arbeiten kann – was ich auch bin bis Anfang Juni. Als ich jedoch mit meinem Fahrrad gestürzt bin, weil ich unkonzentriert war, und ich mich auch bei meiner Arbeitsstelle nicht mehr wohlgefühlt habe, war klar: Ich kann so nicht mehr weiter machen. Seitdem bin ich Zuhause und anders als im Januar habe ich mir vorgenommen aktiv etwas zu ändern: Herausfinden, was mag ich eigentlich. Wer bin ich eigentlich. Was brauche ich.
