Eine Krankschreibung ist optional. Die meisten Patienten mit Depressionen oder Burnout (oder anderen Erkrankungen) kümmern sich häufig erst dann um sich, wenn eine Krankschreibung vorliegt.

Über den Terminservice der 116117 kann man eine psychotherapeutische Sprechstunde buchen, in denen das aktuelle Anliegen geklärt werden kann. Es ersetzt keine Psychotherapie, kann aber genutzt werden, wenn es ggf. um eine Verlängerung der Krankschreibung geht.

Das Erstgespräch dauert circa 50 Minuten, in denen das Anliegen geklärt wird und man ggf. auch eine Erstdiagnose bekommt. Außerdem wird hier geklärt, welche Art der Psychotherapie für einen infrage kommt.

Je nachdem, ob es freie Kapazitäten in der Praxis gibt, kann mit Wartezeit dort eine Therapie begonnen werden – häufig sind die Wartelisten aber auch schon geschlossen. Sollte es besonders dringlich sein, dass eine Therapie begonnen wird, können die psychologischen Psychotherapeuten auch einen Vermittlungscode mitgeben, der auf der Homepage der 116117 verwendet werden kann (ab Aktivierung ist dieser 7 Tage gültig).

Das ist das anstrengenste an dem ganzen: Sich einen Therapieplatz suchen. Ich habe es gleich gemieden anzurufen, sondern Emails zu schreiben (da diese ggf auch als Nachweis für die Krankenkassen gelten, da man nach einer gewissen Anzahl an Absagen eine Private Psychotherapie über das Kostenrückerstattungsverfahren von den Krankenkassen bezahlt bekommt). Als Übersicht hierfür habe ich unter anderem bei der 116117 geguckt, wer in meiner Umgebung Psychotherapie anbietet.

Außerdem empfiehlt es sich Ausbildungsinstitute anzuschreiben, da diese häufig eine höhere Frequenz an Psychotherapeuten in Ausbildung haben oder auch größere Praxen.

Vorsichtig wäre ich bei Heilpraktiker für Psychotherapie, da diese keine studierten psychologischen Psychotherapeuter oder Psychiater sind.